PROGRAMM

Stolz präsentieren wir hier das Programm für das utopival 2016 - Keynotes, Workshops, Auftritte von Künstler*innen und tolles Rahmenprogramm! Wir aktualisieren und vervollständigen die Infos nach und nach. Viel Spaß beim Stöbern!

Keynotes

Diese Referent*innen werden im Laufe des Kongresses mit etwa 30-minütigen Vorträgen jeweils abends zu hören sein.
Tobi Rosswog | Zeit für Veränderung - Utopien jetzt leben

Keynote-Titel
'Zeit für Veränderung -  Utopien jetzt leben!'

Tobi Rosswog
Aktivist, Mitweltpädagoge, Speaker, Netzwerker und Initiator (living utopia, Mitmachkongress utopival, Utopie-Ökonomie Konferenz UTOPIKON und einges mehr).
Nachdem er sein Studium erfolgeich abgebrochen hatte, war er frei, um sich vollzeit dem gesellschaftlichen Wandel zu widmen.
Er selbst lebte für 2,5 Jahre konsequent geldfrei, um Erfahrungen außerhalb der Verwertungs-, Tausch-, und Leistungslogik zu leben. Dank eines solidarischen Unterstützer*innenkreises kann er weiterhin seine Talente sowie gesamte Energie und Zeit dem Gemeinwohl dienlich einbringen. In über 200 Keynotes, interaktiven Vorträgen, Workshops und Projekttagen hat er an Unis, auf Konferenzen/Kongressen und an vielen anderen Orten zu verschiedenen sozial-ökologischen Themen zum Austausch angeregt. Nebenbei schreibt er auch auf verschiedenen Blogs wie beispielsweise Experiment Selbstversorgung, Keimform & Wachstum-im-Wandel. Außerdem inspiriert und motiviert er außerhalb der gesellschaftlichen Konventionen zu denken, Utopien zu leben und neue Wege zu gehen. Sein eBook „Lebe Deine Utopie“ kann auf der Kampagnenseite geldfreierleben.de selbstverständlich geldfrei gedownloaded werden.

Links
http://UTOPIKON.de
http://geldfreierleben.de
http://livingutopia.org

Inhalt
Es gibt viele Herausforderungen – Zeit sie zu verändern, Experimente zu wagen und Alternativen zu leben.
...Was bedeutet Utopie für dich?
...Warum brauchen wir jetzt gerade Utopien?
...Utopie als neuer “ismus”?
Diese und andere Fragen werden in der 30 minütigen Keynote skizziert. Der Mitweltpädagoge und Vollzeitaktivist Tobi Rosswog inspiriert und motiviert in dieser Keynote, um alternative Wege zu gehen in Richtung einer zukunftsfähigen Gesellschaft von morgen – der Utopie!

 

Van Bo Le-Mentzel | Steh auf für Deine Grundrechte - Warum das Grundgesetz die beste Utopie für mich ist

Keynote-Titel
'Steh auf für Deine Grundrechte - Warum das Grundgesetz die beste Utopie für mich ist. Und: Warum wir unbedingt ihren größten Feind bekämpfen müssen: Den Rassismus'

Link-Empfehlung Van Bo
http://www.berliner-zeitung.de/kultur/gastbeitrag-schluss-mit-dem--deutsch-mit--migrationshintergrund--quatsch--23682416

Van Bo Le-Mentzel
Architekt, Publizist und Filmemacher aus Berlin. Gründer mehrerer sozialer Initiativen (Hartz IV Möbel, Karma Chakhs, #openschoool, Tinyhouse University). Geboren 1977 auf der Flucht von Laos nach Deutschland. Beschäftigt sich mit den Themen Design, Identität und gesellschaftlicher Teilhabe. Betreut seit 10 Jahren Jugendliche in ihrer Berufsfindung mit dem Projekt www.schooltalks.de und setzt sich ein für eine Gesellschaft ohne Grenzen. Weder in den Herzen noch auf der Landkarte. 2015 drehte Le-Mentzel seinen ersten Kinofilm #3min of Fame, Love And Peace, wo jüdische Darsteller in die Rolle von Muslimen schlüpfen.
Für sein Engagement wurde Le-Mentzel mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ZeitWissen Preis (2015) oder dem Bayreuther Dialog Vorbildspreis (2015). Momentan plant er mit dem Verein Deutsch-Plus.de den Tag der Grundrechte: Day Of Rights.
Www.facebook.com/buildmorebuyless
Www.hartzIVmoebel.de

Zitate Van Bo2
"Ich sehe lieber die Dinge, die uns verbinden, als die, die uns trennen."
"Konstruieren statt Konsumieren."
"Wir brauchen nicht mehr Wissen, sondern mehr Gewissen."
"Wenn ich Chef der Welt wäre, würde ich zwei Dinge abschaffen: Zinsen und den Chef der Welt."

Van Bo Le-Mentzel / Phone: 004915115675026 Website: www.3min-Film.de (Kennwort: 3minFSK)

Sabrina Hosono | Ich-Wir Balance: Veränderung leben und Glücklich sein

Kesabrina1ynote-Titel
'Ich-Wir Balance: Veränderung leben und Glücklich sein'

Sabrina Hosono
Sabrina studierte Sozialpädagogik/Sozialarbeit in Düsseldorf mit den Schwerpunkten psychologische Beratung und Menschenrechte. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit didaktischen Voraussetzung für emanzipatorisch-transformativen Wandel, hin zu mehr Gerechtigkeit, Gemeinsinn und Solidarität.
Außerhalb ihres Studiums, das zumindest zeitlich gesehen auch nicht den Hauptfokus ihres Lebens bildete, ist sie in verschiedenen Kontexten rund um öko-soziale Themen unterwegs gewesen, ist Teil einer Reihe von Projekten und Aktionen (z.B. Eine Welt Filmpreis, Aktion MahlZeit, foodsharing, Oxfam on tour, Change your shoe) und nimmt immer wieder gerne an Kongressen und Workshops teil. Sie sieht ihren Fokus vor allem auf dem Möglich-Machen, und zieht die meiste Energie daraus, Menschen (wieder) zu befähigen, ihr Potential zu entfalten.

Workshops

Bei diesen 1,5- bis 2-stündigen Workshops kann im Laufe des Kongresses mitgemacht werden.
Bildung
Freiheit und Vielfalt der Bildungswege, aber wie? | Anke Caspar-Jürgens

Workshopbeschreibung
Freiheit und Vielfalt der Bildungwege, JETZT!
Unser Gehirn wird zu 50% durch sein Umfeld und seine Erfahrungen geprägt und zu nur 50% von seinen Genen, wie neurobiologische Forschungen ergeben haben. Das heißt, ob ein junger Mensch seine angeborenen Fähigkeiten entfalten kann, hängt entscheidend von den Bedingungen ab, in die er hineinwächst, also von seinem menschlichen und seinem mehr als menschlichen Umfeld. Auf diese Weise wird er zum Mitpräger künftiger Welt.
Was brauchen unsere werdenden Mitbürger, damit sie sich nicht von sich selbst abschneiden müssen, wie es heute durch die z.Zt. üblichen Bildungspraktiken für junge Menschen die Regel ist, und wie können sie dabei in sich zentriert bleiben? Unter diesem Blickwinkel möchte ich mit euch schulische und außerschulische Bildungsmöglichkeiten untersuchen und Eckpunkte für eine (überlebens-)freundliche Bildung finden. Als Beispiel für Visionen von zukunftsfähiger Bildung kann ich aktuell von meinen Erfahrungen in meiner intentionalen Lebensgemeinschaft (ein bis vierundneunzig Jahre alt) und mit einerLerngruppe außerhalb der Legalität in den 90ern erzählen.
Als Info dazu meine Dokumentation dieser Zeit: „Lernen ist Leben. Die Familienschule: Wie Schule sein könnte, wenn das Lernen frei wäre“, Drachenverlag.

Inhalte: Austausch zu Visionen zukunftsfähiger Bildung. Vorstellung meiner Erfahrungen mit der außerlegalen Temenos-Lerngruppe, der Familienschule Pulow und den Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Beteiligten und ihre soziale und wirtschaftliche Entwicklung im Lebensumfeld und Diskussion.
Themen: Freiwilligkeit auf Seiten aller Beteiligten – motiviert aus dem eigenen Inneren– im Austausch mit einer den Kindern zugewandten und sie achtenden Gesellschaft – altersunabhängig – selbstverantwortlich – Lernen in Bezug auf die Bedürfnisse der Um- und Mitwelt – Das Eingebundensein in eine lebensfreundliche Gemeinschaft, aus der heraus eine entsprechende Kultur wachsen kann gewinnt zunehmend für mich an Bedeutung. Ich möchte mich mit euch austauschen und von meiner Praxis berichten.

ankeworkshopfotoAnke Caspar-Jürgens 
Erfahrungen mit dem Schulwesen wie mit freiem Lernen machten mich zur Pionierin für ein freies Bildungswesen.
Auf den Hunger in der Nachkriegskindheit folgte viel unkontrolliertes, entdeckendes Leben und Lernen in der Natur auf dem Land Eine gebrochene Schul-, Lehr und Studienlaufbahn bewirkte weiter Verstörung, allerdings unterfüttert vom Vertrauen meiner Mutter. So entwickelte ich ein grundlegendes Fragen zum Sinn und der Notwendigkeit unseres Bildungssystems, die sich weiter durch meine Erfahrungen als Mutter, Lehrerin und Schulgründerin der Kinderschule Hamburg bestätigten. Seit meiner Kündigung des Staatsschuldienstes engagiere ich mich ausschließlich für eine lebensfördernde Neuorientierung unseres Bildungswesen. So begleitete ich vier Jahre lang eine kleine außerlegale Lerngruppe, altersunabhängig ausschließlich auf der Basis von gegenseitigen Vertrauens. Dokumentiert ist diese Zeit im Film „Der Schüler Tilmann. Rekonstruktion einer Verweigerung“ (DENKMAL-Film) und in meinem dokumentarischen Bericht über die vier Jahre als Lernbegleiterin der Eltern-Kinder-Gruppe (anstelle von Schulbesuch!) und eingebunden in einen größeren Freundeskreis sowie verbunden mit einer kritischen Auseinandersetzung meiner eigenen Praxis und dem allgemeinen Bildungsgeschehen: „Lernen ist Leben. Die Familienschule: Wie Schule sein könnte, wenn das Lernen frei wäre.“ (2012 Drachenverlag).
Mir scheint, die Legalisierung dieser Art des Lernens/Lehrens ist nicht mehr fern. Um seine Weiterentwicklung und Veröffentlichung zu unterstützen betreute ich seit den 80iger Jahren die Bildungsrubrik der KursKontakte und von 2001 bis 2016 die der Oya (oya-online.de). Zudem war ich Mitgründerin des BVNL, 2000 (Bundesverband Natürlich Lernen e.V.), war bis 2009 im Vorstand und werde mich im BVNL jetzt wieder aktiv einbringen.

Gerne würde ich unter den folgenden Gesichtspunkten eine eigene AG initiieren
1 Sich kundig machen über die internationale Rechtslage und Praxis von Bildungsfreiheit.
2 Sich dessen gewiss werden, dass die Programmierung von Gehirn, Körper und Seele ausschließlich Sache des jeweiligen Kopfträgers ist und niemandes sonst.
3 Herausfinden, was, um dieses Ziel zu erreichen, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ist. Dieses umsetzen und sich dafür mit weiteren Engagierten zusammentun.

Literatur, Links & weitere Tipps
- „Lernen ist Leben. Die Familienschule: Wie Schule sein könnte, wenn das Lernen frei wäre“ Anke Caspar-Jürgens, Drachenverlag. www.drachenverlag.de/buch/Lernen_ist_Leben.html
– Heimrath, Johannes: "Tilmann geht nicht zur Schule. Eine erfolgreiche Schulverweigerung." Buch und DVD. Drachen Verlag 2012. (Bildungskrimi, dokumentiert den bisher einzigen Fall einer Schulverweigerung, die vor einem deutschen Gericht mit Freispruch endete.)
- Gray, Peter: "Befreit lernen. Wie lernen in Freiheit spielend gelingt." 2016, Drachenverlag.
- Gatto, John Taylor: "Verdummt noch Mal. Der unsichtbare Lehrplan. Oder: Was Kinder in der Schule wirklich lernen." Genius 2009.
- Keller, Olivier: "Denn mein Leben ist Lernen." Arbor 1999. (Bewusst freilernende Familien in Frankreich und der Schweiz werden über viele Jahre hinweg kritisch reflektierend begleitet. Wunderschön bebildert und faszinierend!)
- Llewwllyn, Grace: "Das Teenager Befreiungs Handbuch. Glücklich und erfolgreich ohne Schule. "Genius 2007.
- Renz-Polster, Herbert: "Die Kindheit ist unantastbar. Warum Eltern ihr Recht auf Erziehung zurückfordern müssen." Beltz 2014

- www.schulfrei-community.de
- Lernen ist Leben, Bundesverband Natürlich Lernen! e.V. BVNL:  www.bvnl.de
- Die Freilernerzeitschrift: http://freilerner.de
- Oya – anders denken, anders leben: www.oya-online.de Unerzogen.
- www.unerzogen-magazin.de
- Freilerner- Solidargemeinschaft e.V.: www.freilerner-solidargemeinschaft.de
- "Schooling The World. The White Man’s Last Burden" DVD, USA/Indien, Regie: Gustavo Esteva, 65 Min. www.schoolingtheworld.org

Ankes drei 'Aha'-omente auf dem utopival 2015
1. Die Überfülle ausgezeichneter Lebensmittel, ob frisch oder verpackt, hat mich schier erschüttert. Lauter weggeworfenes „Zeug“, der Abfall scheinbaren Überflusses hat uns 120 Menschen eine Woche lang auf das Allerbeste ernährt! Und beeindruckt war ich von der beherzten Verwendung der Wildkräuter der Umgebung, sie sind mir bestens bekommen.
2. Ich habe mich in der liebe- und achtungsvollen Grundstimmung des Camps ganz wunderbar entspannen können.
3. Utopisten scheinen mir deutlich häufiger als sonst üblich durch Erlebnisse im Zusammenhang mit Schule traumatisiert worden zu sein. Fördert Schule (ungewollt) den Hang zu radikal Neuem?

Anke, wenn deine Utopie für eine Gesellschaft von morgen schon heute lebendig wäre, dann…
… könnten die Kinder und Eltern im Rahmen und mit Hilfe ihrer lebendigen partnerschaftlich und selbstorganisierten Gemeinschaften auch ihre Bildungswege selbstverantwortlich sich entfalten lassen.

Welche ganz praktischen 4 Schritte dahin gibt es, die jede*r im Alltag umsetzen kann?
Leider reichten meine Kapazitäten damals nicht, um eine eigene AG zu initiieren. Gerne wäre ich zu diesem Schwerpunkt im Austausch mit interessierten Utopisten. Ansonsten gilt weiter:
1. Sich über die internationale Rechtslage und Praxis von Bildungsfreiheit kundig machen.
2. Sich dessen gewiss werden, dass die Programmierung von Gehirn, Körper und Seele ausschließlich Sache des jeweiligen Kopfträgers ist und niemandes sonst.
3. Herausfinden, was, um dieses Ziel zu erreichen, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ist.
4. Dieses umsetzen und sich dafür bei Bedarf, ev. mit weiteren Engagierten zusammentun.

Reiseuni: StudienGang 'Verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung' | Johannes Arens

Workshopbeschreibung
Wir sind junge Menschen, die Bildung anders machen wollen: Selbstbestimmt, frei, konstruktiv und zukunftsweisend! 
Diesen Sommer möchten wir unterwegs sein, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Trampend mit  ausgestrecktem Daumen.Immer unterwegs zu neuem Wissen, durch Natur und Großstadt  übernachten wir auf der freien Wiese, im Zelt oder auf der Studentencouch. Wir wollen auf der Reise lernen, wie unsere Welt und Gesellschaft funktioniert, was sich  verändern muss und wie es weiter gehen kann! Jeder hat ein eigenes, selbstbestimmtes Thema, welches uns täglich beschäftigt, dazu besuchen wir Experten, Projekte und  Gemeinschaften, von denen wir lernen können, wie ganz praktisch Veränderung laufen kann. Mit Zukunfts-Themen erreichen und vernetzen wir Menschen, geben eigene Workshops, stellen eigene Projekte auf die Beine und zeigen damit, dass Bildung anders, konstruktiv und  zukunftsweisend sein kann! Wir möchten euch von den aktuellen "Studien-Gängen" berichten und mit euch diskutieren, wie anders Bildung aussehen kann und darf und wie das Konzept einer praxisorientierten reisenden Uni weiterentwickelt und weitergetragen werden kann.

Links 12654366_1221809621180164_3435120892621474425_n
Reiseuni.wordpress.com
Wanderuni.de

Johannes Arens
Ich habe Biologie studiert und bin seit meinem Abschluss auf großer selbstbestimmter Reise. Seit über einem Jahr reise ich geldfrei(er) und wohnungslos durchs ganze Land, besuche Freunde, Projekte und Experten, trampe und couchsurfe, mache Foodsharing, lerne neue Menschen kennen und werde in diesem Sommer mit einer Gruppe noch mehr machen: -> 'ReiseUni-StudienGang: verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung'.
Wir haben unseren eigenen StudienGang gestaltet: unabhängig, transparent, gemeinschaftlich, umfassend und lösungsorientiert. Das Ziel ist die Errichtung einer Plattform zum Informieren, Netzwerken und Aktionen machen! Wir wollen umfassende Informationen, verschiedene Perspektiven aufzeigen und Lösungsansätze zu globalen Herausforderungen zusammen tragen (konstruktiver Journalismus) um Menschen zu ermöglichen, ansatzweise das ganze Bild zu sehen und so wirklich ihre eigene Meinung bilden zu können. Diese Menschen möchten wir vernetzen und mit ihnen Lösungen und Möglichkeiten diskutieren und ausarbeiten. So sollen Projekte entstehen, die gemeinsam getragen und von uns unterstützt werden, damit wirklich etwas geschieht. Inform, network, act!
Liebe Grüße, euer Johannes

Schulfrei aufwachsen - Homeschooling im Familienalltag | Judith Kaiser

Workshopbeschreibung
Anhand verschiedener Methoden, die wir nutzen, um uns zu bilden, möchten wir Euch einen Einblick geben, wie Lernen jenseits von Frontalunterricht und Schultakt funktionieren kann. Weil wir auch als Homeschooler in Belgien verpflichtende Rahmenpläne haben, ist das Lernen zuhause im eigenen Rhythmus eine spannende und schöne Erfahrung, oftmals eine Herausforderung – kurz gesagt – eine Abenteuerreise.

Wir möchten Euch vorstellen, wie wir Lernen leben, mit Euch Erfahrungen austauschen und das Thema Lernen und das, was es in uns auslöst, da sein lassen.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Alle träumen von Freiheit – aber als sie plötzlich da war, da haben wir festgestellt, dass die äußere Freiheit nur die eine Hälfte ist. Die innere Freiheit, dieser Kontakt zu uns selbst, das Spüren können, wer wir sind, was wir brauchen und was unsere ureigenste Aufgabe ist, ist vielfach durch Konditionierungen, Umfeld, Erziehung - vor allem in der Schule - verschüttet.
Das zentrale Element bei der Gestaltung unserer Leben und unseres Tuns ist aber diese Verbindung zu uns selbst. Aus diesem Grund ist eine angstfreie, individualitätsorientierte, freie und schöne Kindheit und Jugendzeit für uns fundamental wichtig.
- Kein Wandel im außen ist so groß wie der Innere – lasst uns gemeinsam beginnen.

Judith Kaiser & Gunnar Bäsmann mit Jakob, Jonna & Jolanda
Wir sind eine Familie und homeschoolen uns seit zweieinhalb Jahren gegenseitig in Belgien.

Judith und Family

Selbstorganisierte Projekträume leben | Jonas Kowalski

Workshopbeschreibung jonas kowalski bild
Eine perfekte Anleitung zum Gelingen selbstorganisierter Freiräume gibt es nicht. Doch mein Workshop soll sich dieser annähern. Was braucht ihr dafür? Was wollt ihr überhaupt? Für wen macht ihr das? Welche Probleme werden auftauchen? Welche Lösungsansätze gibt es? Wie organisiert ihr euch? Mit wem wollt ihr zusammenarbeiten? Wer kann euch die KüfA (= Küche für alle) versalzen? 
Der Workshop basiert auf meiner zehnjährigen Erfahrung in verschiedenen Freiräumen: Hausprojekte, der Schenkladen Berlin, Kulturräume in Leipzig, Alternativschulen und Theaterkollektive. 

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Selbstorganierte Freiräume sind eine Nische, in der Einzigartiges entstehen kann. Sie können, wie die Utopie, nur existieren, weil Menschen daran glauben und sich dafür einsetzen, selbst wenn die gesellschaftliche Akzeptanz nicht sonderlich hoch ist.

Jonas Kowalski 
Ich bin Theaterpädagoge, Theatermacher, Puppenbauer und ehrenamtlicher freier Berater für verschiedene Gruppen und Kollektive.
Mein Blog stellt meinen Beruf als Künstler dar (insofern weniger direkter Bezug zu diesem Workshop): https://marionettenatelier.wordpress.com/

Das Streben nach Glück | Diego Ravenscroft

Workshopbeschreibung
Ein glückliches Leben zu führen ist eines unserer höchsten Ziele. Aber wenn wir uns umschauen, sind wir nicht in einer Welt voller glücklicher Menschen. So viele sind unglücklich mit ihren Beziehungen, ihrer Arbeit, ihrem Lebensweg. Und doch ändern sie nicht ihren Kurs. Wohin denn auch - haben wir jemals gelernt, ein glückliches Leben zu führen? Die Gesellschaft stellt völlig andere Anforderungen und zeigt einen scheinbar alternativlosen Weg auf, der sich vor allem auf die Ersatzbefriedigung unserer Grundbedürfnisse konzentriert und getrieben wird von unseren Ängsten.

Aber es ist lernbar. Erfolg beim Erreichen der eigenen Ziele, einen ganz eigenen Lebensweg gestalten, der zu langfristigem Glück führt, all das ist lernbar. Dieser Workshop kann ein Beginn oder Zwischenschritt auf deiner ganz eigenen Reise sein. Ich zeige dir wissenschaftliche Erkenntnisse der positiven Psychologie, die untersucht, was du brauchst um glücklich zu sein, und was dich daran hindert. Ich lade dich ein, über dein Leben nachzudenken, und gebe dir erprobte Werkzeuge in die Hand, mit denen du dein Leben bewusst gestalten kannst.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Eines der wichtigsten Ziele einer jeden Utopie ist, jedem einzelnen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Doch es ist eine schlechte Idee zu versuchen, dieses den Menschen aufzuzwingen. Niemand kann zu einem glücklichen Leben gezwungen werden. Daher kann die Utopie nur einen möglichst guten Rahmen schaffen, innerhalb dessen jeder einzelne Mensch nach seinem persönlichen Glück streben kann. Daraus ergeben sich zwei Dinge:
1. Wie sieht der optimale gesellschaftliche Rahmen aus, der es jedem ermöglicht, ein glückliches Leben zu führen?
2. Da die Welt niemals perfekt ist, gibt es keinen Grund zu warten, bis die Welt eine andere ist. Die Zukunft beginnt jetzt, und du bist ein Teil von ihr!

Diego Ravenscroft 
Das bin ich: KREATIV und EXPERIMENTELL. Seit meinem Schulabbruch bin ich auf der Suche nach den Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Mein Interesse ist immer für einige Wochen auf ein einziges Thema gerichtet, das ich mit brennendem Fokus bearbeite. In den letzten Jahren zeichnet sich dabei ein breiterer Fokus auf Menschen und Menschengruppen ab. Damit bin ich eine Art autodidaktischer Student der Philosophie, Soziologie und Psychologie.

Von glücklichen Menschen lernen | Thu Phong Vuong

Thu Phong VuongWorkshopbeschreibung
Seit sechs Jahren arbeite ich mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (jetzt GIZ) an einem Programm für zurückgekehrte Entwicklungshelfende, in dem ich ihnen helfe das Gelernte zu reflektieren und anzuwenden. Bei einem Modul geht es um nichts weniger als um die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben. Ich habe vor allem in meiner Tätigkeit als Coach hierzu einige Erkenntnisse gesammelt - was haben glückliche Menschen wirklich gemeinsam? Wie können wir systematisch und holistisch an unserer Selbstzufriedenheit arbeiten? Einige Inhalte und Übungen hierzu möchte ich euch in unserem Workshop vorstellen. Ich würde mich freuen Dich dort zu erleben. : )

Thu Phong Vuong
In Vietnam geboren, ethnisch chinesisch, in Deutschland aufgewachsen, ein Mann und Vater, flüchtlingserfahren, und leidenschaftlich interessiert an dem persönlichen Wachstum von Anderen und mir. Daher bin ich ebenso seit über 15 Jahren Trainer und Coach für Persönlichkeitsgestaltung, Führung, Interkulturelle Kompetenz und einiges mehr.

Ernährung, Körper & Natur
Wildkräuter und ihre Verwendung | Gina & Sandy Holzapfel

Workshopbeschreibung
Sandy und GinaWir wollen gemeinsam Wildkräuter bestimmen, sammeln und uns über Verwendungsmöglichkeiten austauschen. Ihr erfahrt, wie ihr die häufigsten Leckerbissen sicher erkennt und verarbeitet. Wir setzen uns viel mit Wildpflanzenverwendung in der veganen Küche auseinander und geben unsere Erfahrungen gerne weiter. Lasst euch inspirieren! :-)

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Nahrung ist ein wichtiges Grundbedürfnis. Zu wissen, was um mich herum essbar ist, kann dazu beitragen, dass ich mich mehr in meiner Kraft fühle und mich intensiver mit meiner Mitwelt in Beziehung setze. Das Sammeln von Wildpflanzen kann außerdem zu einem bereichernden, meditativen Erlebnis werden. Es gibt so viele wundervolle, schmackhafte Kostbarkeiten in der Natur (also völlig geldfrei ;-) ), über die heute nur wenige Menschen Bescheid wissen. Das wollen wir ändern!

Wir waren bei beiden vergangenen utopivals dabei und die Begegnungen und Erfahrungen haben uns in unseren Herzen berührt. Wir freuen uns riesig, wieder dabei zu sein und hoffen, dass auch diesmal dieses wunderschöne Lebensgefühl der Wertschätzung, Selbstwirksamkeit und Verbundenheit allgegenwärtig ist.

Gina & Sandy Holzapfel
Wir sind Zwillinge und studieren Landschaftsnutzung und Naturschutz in Eberswalde. Aufgewachsen sind wir auf dem Land und durften dort so einige Wildkräuter kennen lernen und mit ihnen experimentieren. Wir sind vielseitig interessiert und fasziniert und beschäftigen uns unter anderem mit Achtsamkeit, Yoga, Kommunikation mit Pferden und Menschen, Essenzubereitung, biologischem Anbau... Unsere Vision ist es, irgendwann mit anderen Menschen auf dem Land zu leben und viele Utopien Wirklichkeit werden zu lassen.

Sexualität, Mut, Ehrlichkeit und irgendwo dazwischen Ich... Zeit für Austausch! | Raphael Wintrich & Lisa Zielke

Workshopbeschreibung
Sexualität beschäftigt in ihren vielen Facetten irgendwann jeden Menschen, viele auch täglich. Trotzdem findet ehrlicher, offener Austausch selten oder sogar nie statt, selbst in engen Beziehungen, mit Sexualpartnern oder mit sich selbst. Wir streifen das Thema häufig, vielleicht gibt  manch gute Freundschaft gesunden Nährboden um Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche zu äußern. Doch wann geschieht es schon mal, dass ich wirklich die Dinge mal ganz konkret thematisiere, die mich auf sexueller Ebene beschäftigen, belasten, verwundern, irritieren, locken, mich seltsam oder gut fühlen lassen…?
Unsere Antwort ist: Viel zu selten. Daraus entstehen Fehleinschätzungen, Ängste, das Gefühl mit irgendeinem Thema allein auf der Welt zu sein. Doch durch den Mut zum Austausch und zur Offenheit kann so viel Anspannung gelöst, so viel Erwartungsdruck gelockert, so viel Anregung hervorgerufen werden, und es gibt für jede Person noch so viel in dem Bereich zu entdecken!

In diesem bereichernden Workshop schaffen wir dazu einen ehrlichen und offenen Austauschrahmen mit Wohlfühlatmosphäre. Wir durchlaufen auflockernde Gruppenübungen, die respektvoll die Privatsphäre wahren, hören Exkurse zu verschiedenen Sexthemen und führen Gesprächsrunden. Es gibt keine Notwendigkeit irgendetwas Privates preis zu geben, dafür aber die Möglichkeit alle Fragen rund um Sexualität anzusprechen oder sich mitzuteilen, soweit die Einzelnen es möchten und sich trauen. Wir möchten einen Raum schaffen um Dinge auszusprechen, die zu wenig ausgesprochen werden. Die Teilnehmenden sollen sich bestärkt fühlen zu Offenheit und Mut sich zu informieren über ihre Themen, sich Gleichgesinnte zu suchen und sich in eine ehrlichere und erwartungsbefreitere Sexualität begeben!

lisaphaelOrientierungsfragen:
Wie möchte ich Sexualität leben? Über welche Themen rund um Sex möchte ich mich gern mit anderen austauschen? Was würde ich mich gern trauen? Wie kommuniziere ich über Sex (mit Sexualpartnern oder generell) und entspricht das meiner Wunschvorstellung? Entspricht überhaupt mein Umgang mit meiner Sexualität meiner Wunschvorstellung? Bin ich zufrieden damit, wie ich Sex lebe oder nicht, wie ich das zeige oder nicht? Bin ich ehrlich? Sind andere um mich herum ehrlich?
Wie wünsche ich mir Sexualität in einer utopischen Welt?

Raphael Wintrich & Lisa Zielke
Raphael massiert, meditiert, musiziert, kocht und fühlt viel, nachdem er nun das Programmieren (u.a. foodsharing.de) hinter sich gelassen hat.
Lisa macht Filme (fb.com/lisazielkedirecting) und auch Musik (Gitarre & Gesang, aktuell als ‘Lisita’), hat noch viele andere Leidenschaften und organisiert das utopival 2016 mit.
Wir wohnen momentan beide in Köln und beschäftigen uns viel mit Authentizität, Fühlen, Liebe und menschlichem Miteinander. Wir bemühen uns um größtmögliche Offenheit und Ehrlichkeit und sind froh mit diesem Workshop einen uns so wichtigen Lebensaspekt in das gesamtheitliche Konzept des utopivals mit einbringen zu können! Workshops zum Thema Sex und ähnlichem haben wir bereits in verschiedenen Kontexten begleitet, ebenso verschiedene gruppendynamische Spiele und Annäherungsübungen, wir sehen uns in allen Bereichen als Lernende und finden neugierig immer mehr Schönes, was uns fasziniert.

Bau den Wandel an! | Michael Hartl

michael-hartlWorkshopbeschreibung
Wo kommen die Lebensmittel her? Wie werden sie angebaut? Wer baut sie an und wie werden diese Personen behandelt? Können wir das nicht alles besser beeinflussen und überblicken, wenn wir andere Formen der Lebensmittelproduktion und -verteilung gestalten?
Gemeinschaftsgärten, Food Coops, solidarische oder non-kommerzielle Landwirtschaft oder der Anbau im eigenen Garten - alles Wege, um dem Wandel näher zu kommen. Denn Lebensmittel und deren Herstellung sind zentrale Bestandteile unserer Gesellschaft. In allen Belangen. Und egal, wie viel Du davon wieder selbst in die Hand nimmst - organisatorisch oder im wahrsten Sinne des Wortes - ich möchte mit Dir ansehen, was Du dabei spüren und lernen kannst - und wie Du damit den Wandel unserer Gesellschaft aktiv mitgestaltest.

Lass uns gemeinsam in einer Welt leben, in der wir freudvoll die Verantwortung füreinander und für die kommenden Generationen übernehmen. In der wir in großer Verbindung zur Mitwelt und allen Mitmenschen leben. Und die Wahl unserer Lebensmittel und deren Anbau ein Ausdruck für unsere Werte ist.

Michael Hartl
idealistisch – anpackend – umsetzend
Manche nenne mich aufgrund unseres Blogs (experimentselbstversorgung.net) einen Selbstversorger. Oder projizieren viele Dinge auf mich und nennen mich dann „Aussteiger“. Und diese Schubladen können viel und nichts bedeuten.
In erster Linie bin ich einfach ein Mensch, der nachdenkt, kritisch hinterfragt und daher ein paar Dinge anders macht. Um glücklich zu sein. Um mir jeden Tag in die Augen sehen zu können und zu wissen, dass ich geradestehen kann für die Folgen meiner Handlungen. Und ich lasse den wilden Teil meines Wesens sehr viel mitreden. Und der verlangt nach Natur, nach Bewegung, nach freudvollen Erlebnissen.
All das bringt mich zu der Idee, dass ein genügsames Leben, in dem ich sowohl geistige als auch körperliche Arbeit verrichte, meiner Person entspricht. Ein Leben, in dem ich sehr viel draußen bin und meinen Körper wieder verwende und in dem ich meinen Ideen und Sehnsüchten folge, ohne anderen empfindsamen Wesen mehr als nötig zu schaden. Ich bin also genügsam, denkend und wild. Ich spreche und schreibe über meine Ideen und lebe sie vor, in der Hoffnung, andere zu inspirieren. Ich bin zufrieden und gesund, und genieße das. Ich bin mit einem Bein in der Natur und im Gartenbau zu Hause, mit dem anderen in der digitalen Welt der Blogs und der Sozialen Medien.

Unser inzwischen recht bekannter Blog 'Experiment Selbstversorgung': experimentselbstversorgung.net

Wald - ein forstkritischer Spaziergang | Karl Hamann

KarlWorkshopbeschreibung
In einem spontanen Ersatz-Workshop wird Karl einen Waldspaziergang anbieten. Dabei wird er mit euch die Gestaltung von und den Umgang mit Wald und Forst kritisch beleuchten und zu einer lebendigen Fragerunde einladen!

Karl Hamann
Karl studiert Holzwirtschaft in Hamburg, beschäftigt sich viel und gern mit Wäldern, Natur und auch Handwerklichem, ist bei Foodsharing aktiv und beim utopival dieses Jahr auch mit im Team.

Faszination Wildbiene und ihr Lebensraum (Fällt leider aus!) | Mara von Essen

Dieser Workshop fällt leider kurzfristig aus! 

Workshopbeschreibung 
Weltweit gibt es 20.000 verschiedene Bienenarten, davon allein in Mitteleuropa 750. Bienen sind wichtig, denn ohne Bienen werden die Blüten nicht bestäubt. Wie sie uns unterstützen und was sie für harte strapazierende Arbeiten auf sich nehmen, wissen die wenigsten.
Ich möchte gerne einen kleinen Einblick in die Arbeit der Bienen geben, möchte aufzeigen wie wichtig die Wildbestäubung ist und wieso die Bienen und auch andere Insekten unsere Hilfe brauchen.
Wir bauen ein InsektenHotel und ich gebe euch hilfreich Tipps, wie ihr ganz einfach Lebensräume für sie schaffen könnt.
Teilnehmende können gerne Materialien für das Insektenhotel sammeln und mitbringen.

Mara BieneEin Bezug dieses Workshops zu Utopie
“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”
- Einstein

Ohne die Bienen, Wildbienen und die vielen anderen Insekten, könnten die meisten Pflanzen keine Früchte mehr tragen. Viele Pflanzen können sich nicht selbst bestäuben. Was wäre es für eine Welt, in der jeder Mensch die Arbeit der Insekten bewusst schätzt, statt sich vor Stichen und Bissen zu fürchten! Die Welt würde in vielen neuen Farben erblühen und ein leises harmonisches Summen könnte unser stetiger Begleiter sein.

Mara Henrike von Essen
Gelernte Theaterpädagogin BuT, arbeitet seit 2013 hauptsächlich als Umwelt und Erlebnispädagogin. Beruflich sowie privat hat sie sich die letzten zwei Jahren auf die wesensgemäße Bienenhaltung spezialisiert und bringt Menschen von Klein bis Groß dazu Bienen zu lieben. Seit 2016 beschäftigt sie sich vermehrt mit dem Thema Wildbienen, ihren Eigenarten und ihren Aufgaben. 

Künstlerisches Tun
Giftgas-, Clown- und Flügelraum - ein Körpertheaterworkshop | Ari Nadkarni

Ari Coeurleon

Workshopbeschreibung
In diesem Workshop geht es darum, einen spielerischen Blick auf uns selbst zu kriegen und auf unsere Wünsche und Sorgen (insbesondere der Zukunft gegenüber). Wir beginnen mit ein paar Theaterspielen, die zu großem Körperspiel einladen. Anschließend verwandeln wir uns - ausgehend von Clownsarbeit, die sehr nahe an unserer Persönlichkeit ist, bewegen wir uns Richtung Utopien und Dystopien unserer selbst, werden also beispielsweise zu Menschen, die fliegen gelernt haben, oder zu den menschlichen Überresten nach einer massiven globalen Umweltkatastrophe. So geben wir der Zukunft spielerisch ein Bild. Bringt bewegliche Kleidung mit, die auch bei großen Bewegungen geheim hält, was geheim bleiben soll! Das wird sicherlich viel Spaß machen und hoffentlich auch aufschlussreich sein. =)
P.S.: Viele Leute stocken bei dem Wort "Clown" - keine Sorge, ihr werdet Euch hier nicht schminken, es gibt keine roten Nasen und es geht auch nicht darum, witzig zu sein. Das Clowneske in diesem Workshop ist eine ganz unkomplizierte Spielform - du bist in besonderem Maße du selbst. =)

Literatur & sonstige Tipps
Es ist kein Stück notwendig, für diesen Workshop irgendetwas gelesen zu haben. Wer sich aber für Körpertheater interessiert, der kann das Buch "Der poetische Körper" von Jacques Lecoq lesen. Dafür empfiehlt es sich allerdings, einen Workshop nach der Theaterarbeit von Lecoq besucht zu haben - sonst ist es schwer nachvollziehbar! Das Figurentheaterkolleg Bochum bietet solche Kurse sehr günstig an. In Berlin gibt es beispielsweise das Atelier für physisches Theater.

Ari Nadkarni
Ich arbeite als Theaterpädagoge und Sprecherzieher und habe in letzter Zeit eine große Zuneigung zum Körpertheater und seiner großen Verspieltheit entwickelt. Im Theater spiele ich selber extrem gerne Affen und esse auch gerne Bananen (das sogar privat). Ich bin bald 26, wohne in Münster und freu mich, zum Utopival zu kommen.

Contact Improvisation | Manuel Kick

Workshopbeschreibung Contact Impro
Contact Improvisation ist für alle, die einen Körper haben und sich spielerisch auf eine Reise zu sich selbst und zum anderen begeben wollen. Begleiter auf dieser Reise sind Wahrnehmung, Berührung und Flow. In barfüßiger Achtsamkeit wird das gemeinsame Bewegungspotential erkundet, Vertrauen gelernt und der Tanz entsteht ohne Grundschritt oder Tanzhaltung. Es wird gerollt und geschwebt. Das macht Spaß und lässt Fragen zurück, z.B. wie wir Menschen und Regeln im Leben begegnen wollen. Bringt eure Neugier und bequeme Kleidung mit! (Mit der im Gras gerollt werden kann.)

Für alle, die sich auf ein freies, gemeinsames Tanz- und Selbsterlebnis einlassen wollen! Neben Wahrnehmungsübungen, freiem Ausprobieren und Austausch, besteht der Beitrag v.a. aus Partnerübungen zu gemeinsamen Bewegungen.

Ein Bezug dieses Workshops zur Utopie
Wir probieren schon einmal, wie Austausch, Kennenlernen, Begegnung und Bewegung sein können.

Manuel Kick Manuel Contactimpro 1
Als Aktivist, Tänzer, Reisender und Psychologiestudent erkunde ich Bereiche, die mich begeistern, versuche dort zu lernen und mich einzubringen. In Regensburg habe ich einiges zu unserer Transition Town Initiative beigetragen und mit ihr erlebt. Dort und auf verschiedenen Camps habe ich auch Contact Improvisation Workshops angeboten. Nach einiger Zeit mit (Acro-)Yoga, Kampfsport und Tanz bin ich irgendwann auf die Contact Improvisation gestoßen und habe mich in die Bewegungen und Begegnungen dort verliebt und möchte nun am Utopival auch euch diese Erfahrungen ermöglichen. Ich freu mich auf euch.

Manuels drei 'Aha'-Momente/Ideen auf dem Utopival 2015
1.) Die Geldfreiheit des Utopivals war für mich Symbol und Botschaft der Möglichkeiten, die sich im Undenkbaren verstecken.
2.) Die Herzlichkeit und die Bedingungslosigkeit, mit denen uns Teilgebenden der Kongress geschenkt wurde, und auch das Wildkräuterreiche geniale Essen waren unbeschreiblich
3.) Ich bin am Utopival auch auf die Zeitschrift Grünes Blatt mit einem Heft zu „Vereinfachten Welterklärungen“ gestoßen und würde das gerne jedem ans Herz legen.

Manuel, welche ganz praktischen 4 Schritte zu deiner Utopie gibt es, die jede*r im Alltag umsetzen kann?
1.) Bei sich selbst anfangen und auf sich selbst sehen, den eigenen Erwartungen, Tiefen und Wurzeln einen kritischen Besuch abstatten
2.) Dann nicht bei sich selbst aufhören und nur nachrangig an der eigenen Nachhaltigkeit, Gesundheit, … herumbasteln, sondern stattdessen lieber die Welt auf den Kopf stellen. Alles verändern, Führung, Hierarchien, Kapitalismus, Grenzen und Kontrolle
3.) Sich dabei nicht in einer ideologisch verklärten Illusion von Gewaltlosigkeit oder im Privaten einsperren lassen, sondern eine angemessene Antwort auf z.B. strukturelle Gewalt und Mikroaggressionen finden.
4.) Und dabei nicht das Wesentliche aus dem Herzen und aus den Augen verlieren.

Was du sonst noch so teilen magst
„Wenn hemmungslose Leute keineswegs die angenehmsten und nicht einmal die freiesten sind, so könnte wohl die Gesellschaft, deren Fessel gefallen ist, darauf sich besinnen, dass auch die Produktivkräfte nicht das letzte Substrat des Menschen, sondern dessen auf die Warenproduktion historisch zugeschnittene Gestalt abgeben. Vielleicht wird die wahre Gesellschaft der Entfaltung überdrüssig und lässt aus Freiheit Möglichkeiten ungenützt, anstatt unter irrem Zwang auf fremde Sterne einzustürmen."
- Adorno

… und wie wäre es stattdessen mit zu den Sternen sehen, mehr Kontakt und mehr Tanzen?! =D

natur.gestalten | Melinda Kühn

Melinda s HandWorkshopbeschreibung

Wir werden uns dem Naturraum gemeinsam auf spielerische Art und Weise nähern und ihn betreten.

Dort wo wir über hart und weich oder faserig und brüchig gehen, spitzig und rau oder warm und kalt berühren, plätschern und klopfen oder schrill und dumpf hören, fruchtig und modrig oder dezent und penetrant riechen, wollen wir unseren individuellen Naturort für Inspiration entdecken.

Mit allen Sinnen werden wir eine Unterhaltung beginnen - mit Allem was uns im Naturraum umgibt und begegnet. Dabei darf jede*r Teilnehmer*in seine*ihre eigene Sprache für die Unterhaltung finden. Wie wir unsere Unterhaltung - den Moment der Begegnung - sichtbar, spürbar, erfahrbar machen, wird unser Experimentierfeld des Workshops sein und fast nebenbei werden kreative Land Art Werke entstehen…
Alles was dabei erlebt wird, werden wir abschließend miteinander teilen.

In diesem Workshop wird der Naturraum unsere Spielwiese sein, auf der sich unsere Kreativität aus dem Moment heraus frei und intuitiv entfalten darf. Achtsam und respektvoll nutzen wir dafür alles, was uns der Naturraum an Utensilien zur Verfügung stellt.

Alle, die mitmachen möchten, sind mit all ihrer Spiel- und Experimentierfreude herzlich willkommen.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie

Unser Leben ist ein wertvolles Geschenk.

Wäre es nicht spannend, wenn wir einmal mit unseren Ohren fühlen, mit unserem Mund riechen, mit unseren Augen schmecken, mit unseren Füßen fliegen, mit unserer Stimme sehen und mit unseren Händen hören könnten. Und wie wäre es, wenn wir nur noch aus unserem Herzen sprechen könnten und unserer Intuition vertrauen und folgen.
Lasst uns spielen und Alles, rund um das Leben, immer wieder aufs Neue entdecken...

MelindaMelinda Kühn

Meine Leben ist eine Reise und mein Zuhause trage ich mit mir.

Früher als Innenarchitektin habe ich gedacht Räume (Decke, Wand, Boden) sind mein Zuhause. Dann hat sich etwas verändert und ich dachte die Stadt (urbaner Raum) ist es. Heute fühle ich mich in der Natur frei und lebendig, geborgen und zuhause - ich hab mich weit entfernt von Raum und Stadt.

Wo meine Reise noch hinführt, bleibt spannend... ich lasse mich jeden Tag überraschen.

Straßenzauber | Jean-Philippe Baum (Paniknetzwerk)

Workshopbeschreibung 
Der Straßenzauber beginnt mit einem Aufwärmspiel, wo die Fänge der Globalisierung, aber auch die Hürden des "Vom Wissen zum Handeln" angedeutet werden. Nach einem anschließenden Kurzimpuls zur Großen Transformation, möchte ich den Teilnehmenden die Möglichkeit geben mit verschiedenen Methoden an ihren Themen und Fragestellungen zu arbeiten und diese für eine Aktion im öffentlichen Raum umzusetzen. Es sollen Möglichkeiten angedacht und erprobt werden, wie Diskussion angeregt werden bzw. mehr Menschen an den wichtigen Fragen zur Zukunft beteiligt werden können. Die Methoden reichen vom Abstrakten wie Theater und Kunst, bis hin zu klarer Inhaltsvermittlung wie z.B. bei einer öffentlichen Vorlesung.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Meine Utopie kennt keine Ausgrenzung, weswegen ich nach Wegen suche, um mehr Menschen an den wichtigen Fragestellungen einer bereits existierenden, aber nicht verinnerlichten Weltgemeinschaft zu beteiligen.

Meh Infos & Links
Homepage: http://www.nes-web.de/panik/
Facebookauftritt Paniknetzwerk: https://www.facebook.com/OpenGlobeSaar/?fref=ts
Kurzvideo auf Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=lZgjpuFGb_8
Buchempfehlung: http://beautifultrouble.org/

Jean-PhilippeJean-Philippe Baum
Jean-Philippe Baum ist ein Lebewesen und seit 2012 für das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) als Bildungsreferent für Gobales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung tätig. Mittlerweile entwickelt er seine eigenen Bildungsmodule und bildet Menschen aus, die selbst zu diesen Themen arbeiten möchten. Seit 2014 koordiniert er beim NES den Bereich Jugendengagement und ist Gründer des „Paniknetzwerkes“. Mit diesem Netzwerk möchte er jungen Menschen helfen auf die Schiefstellungen in der Welt zu reagieren.
http://www.nes-web.de/panik/

Überparteilich engagiert seit 2008 u.a. Saalbesetzung beim Bildungsstreik 2009, ist er auch Mitinitiator der Projektgruppe „Weltbewusst Saar“ welche die "Konsumkritischen Stadtrundgänge" anbietet, und war zu folgenden Themen in Schulen oder bei Kongressen tätig:
Große Transformation, Virtuelles Wasser, Nachhaltiger Konsum (Bio-regional-fair), Handy, Textilien, Kreative Aktionsformen, Flucht/Migration, Nahrungsmittelsicherheit, Wirtschaft (Postwachstum, Gemeinwohl-Ökonomie), Klimawandel, Kinderabeit/Armut, Menschenrechte, Fußball WM 2014 und die sozialen Auswirkungen in Brasilien.

Ausgestattet mit einem extrem positiven Menschenbild, liegt seine heutige Motivation beim Herstellen von einer guten Atmosphäre und Beziehungsebene mit seinen Mitmenschen. Ein gemeinsames Nachdenken entsteht erst wenn eine Art von Vertrauen da ist und sich Menschen öffnen können, um ihre Komfortzone überhaupt verlassen zu können.

Unmögliche Gesänge im eigenen Leib erfahren | Rike Fischer

Rike FischerWorkshopbeschreibung
Unmögliche Gesänge im eigenen Leib erfahren – das geht am besten mit der Einstiegsvoraussetzung: Ich kann nicht singen. Ein Glaubenssatz, der tief verankert sein kann.
Wir machen uns gemeinsam auf den Weg, die Geräusche, die unseren Körper zum Schwingen bringen, kennen zu lernen, zuzulassen und zu genießen. Auf spielerische Weise machen wir uns Töne zum Geschenk und entwickeln Melodien, die unserer Gruppe zufliegen werden wie bunte Schmetterlinge.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Unglaubliches ist möglich – lasst es raus: Die Lippen öffnen und den eigenen Melodien begegnen…

Rike Fischer
Als Bremer Umweltaktivistin mit Lübecker Wurzeln, befasse ich mich mit einem breit gefächerten Themenkanon: Wildblumen in der Stadt, Chorgesang, Kommunikationsdesign, Transition (bremenimwandel.wordpress.com), Energiewandel, vegane Rohkost, Fotografie.
Da mir der Wandel gar nicht schnell genug gehen kann, bringe ich mich oft als Motor ein, um Netzwerke zu knüpfen und Menschen in ihrem Tun zu unterstützen.

Seit frühester Kindheit ist Musikmachen ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Musikalische Früherziehung wurde damals gerade entwickelt und hat mir viel Freude gemacht. Außerdem lernte ich etwas Klavier- und Flötenspiel. Ausgiebig lasse ich meine Alt-Stimme sich in den verschiedensten Chören austoben. Und das, nachdem mir zwischendurch mal jemand, der mir sehr nahe steht, sagte: Du kannst gar nicht singen! Nun erst recht!

Soziales Miteinander
Gemeinschaftsbildung | Malo Vidal

Workshopbeschreibung
Welche Rolle spielt Gemeinschaft im Kontext einer Degrowth-Utopie und wie können Kommunikations-und Achtsamkeit-Methoden dazu beitragen emanzipative Gruppenprozesse zu ermöglichen? Nach einem kleinen Input zu der Beziehung von Utopie und Gemeinschaft wird in einen achtsamen und verlangsamten Dialograum geführt (angelehnt an die "Dialogprozessmethode", "Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck" und inspiriert durch verschiedene meditative Methoden). Dieser zielt darauf ab Begegnungen in Gruppen zu ermöglichen, welche auch Raum für Konflikte, (zwischenmenschliche) Überforderungen und persönliche Ängste, mit all ihren Gefühlen von Trauer, Verzweiflung, Wut etc., nicht ausschließen.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Ohne Achtsamkeit und Gemeinschaft kann kaum eine Utopie in die Welt kommen.

maloMalo Vidal 
Versteht sich als Graswurzelaktivist, Facilitator und Mensch. Er lebt in Leipzig und erlebt sich dort als Teil einer Struktur von Häusern und Projekten, die versuchen ihre Utopien kollektiv umzusetzen. In diesen Erfahrungen mit all ihren dazugehörigen Aushandlungsprozessen und mit ihren Licht- und Schattenseiten ist er auf der Suche nach Formen der Begegnung und Kommunikation, welche gemeinsame Emanzipationsprozesse vereinfachen können.
Er war und ist Teil des Degrowth-2014-Orgakreises sowie der Folgeprojekte 2015 & 16 (Degrowth meets Climate-Justice), auch hier konzentriert er sich auf die Ermöglichung (facilitation) emanzipativer Gruppenprozesse.

Malos drei 'Aha'-Momente auf dem utopival 2015:
1.) Mein eigener Workshop, da er sich ganz anders entwickelt hat als zwei Tage zuvor geplant (weniger vermittelte Inhalte über degrowth [viell./wahrsch. zu wenig], mehr meditative Elemente, noch langsamer im Dialog, nach kürzester Zeit eine unglaubliche Achtsamkeit, Stille und Tiefe in der gesamten Workshop-Gruppe)
2.) Der Workshop zu authentischer Begegnung, da er auf das Gleiche abzielte, was ich besonders suche und versuche zu ermöglichen/facilitaten, dabei aber weiter vorne ansetzt/ sanfter ist und dadurch leichter Menschen mitnehmen kann.
3.) Das emergierte Tanz-Ritual mit der Wasserflasche am letzten Abend.

Malo, was machst du, wenn du nicht gerade das utopival mit deinem Talent bereicherst?
Ich mache Vorträge, Workshops, facilitation zum Thema degrowth, Wiederverzauberung, Kommunikation, Gruppenprozesse und vieles mehr.
Ich begleite Einzelpersonen, Paare und Gruppen/Initiativen.
Ich ermögliche Räume für Bildung, Therapie und spirituelle Entwicklung

Wenn deine Utopie für eine Gesellschaft von morgen schon heute lebendig wäre, dann…
… würden wir mehr gemeinsam schweigen/ohne Worte kommunizieren
… wäre Meditation nicht “nur” etwas, wo Menschen in ihrem Inneren Mantras wiederholen oder ähnliches, sondern würde es mehr soziale Meditationen geben, in welchen wir gemeinsam erfahren, was alles passiert, wenn wir gemeinsam achtsam werden (wenn Therapie, Tanz, Gesang usw. einfach emergieren)
… würden wir mehr in unsere Intuition vertrauen
… würden wir einen Raum jenseits von richtig und falsch /gut und böse entdecken, in dem es nicht mehr um Schuld, sondern um Verantwortung geht und um die Frage wie wir Privilegien teilen können
… würden wir uns mehr berühren, umarmen, spielen und tanzen

Welche ganz praktischen 4 Schritte dahin gibt es, die jede*r im Alltag umsetzen kann?
1.) Den Dialog üben: achtsam, verlangsamt, voller Respekt für uns und den anderen zuhören und sprechen (siehe Literatur dazu)
2.) Über Musik (jammen, auch ohne viel musikalische Erfahrungen) und Tanz (z.b. Kontaktimprovisation) das Improvisieren lernen
3.) Sich mit Mystik auseinandersetzen – bspw. mit Rumi, Khalil Gibran, Martin Buber, Ken Wilber, Nietzsche, usw.
4.) Authentische Begegnungen üben bspw. über Spiele wie von Alma Maja Ernst auf dem utopival angeleitet,

Was du sonst noch so teilen magst:
Ein paar Zitate von Dschalal ad-Din ar-Rumi:

“The wound is the place where the Light enters you.”

“Forget safety.
Live where you fear to live.
Destroy your reputation.
Be notorious.”

Gerechtigkeit.Identität.Rassismus | Nesreen Hajjaj

Workshopbeschreibungnesreen-1-200x300
In meinem Workshop möchte ich mit euch gerne die Themen Gerechtigkeit, Identität und Rassismus aus verschiedenen Perspektiven mit verschiedenen Methoden näher beleuchten. Mir ist es sehr wichtig anzuerkennen, dass wir alle Menschen sind, die nicht perfekt sind, aber wir für andere so, wie wir sind, perfekt sind und wir unter keinen Umständen aufgrund von irgendwelchen Eigenschaften anders behandelt werden dürfen. Wir sind zudem alle Gäste auf dieser Welt und müssen wertschätzend mit ihr umgehen.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Das Leben ist so vielschichtig und die Welt ist voller Vielfalt, in welcher die Utopie jene sein kann, die dieses Leben so lebenswert machen.

Nesreen Hajjaj
Professionelle Glücklichmacherin, die Isamwissenschaften an der RU Berlin studiert, im Gedänkstättenbereich und als Lernkoordinatorin arbeitet und sich in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert.

Skripte, Links, Folien, Literaturempfehlungen
Die Methode “Ein Schritt nach vorn”
Die Methode “Was ist Diskrimninierung?”
Die Methode “Zitrone”
Broschüre „ …mit kolonialen Grüßen“ von glokal e.V. “
Critical Whiteness. Debatte um antirassistische Politik und nicht diskriminierende Sprache“ von analyse&kritik
Für Menschen, die im bildungspolitischen Kontext aktiv sind – eine postkoloniale Analyse von Materialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland: „Bildung für nachhaltige Ungleichheit?“

Nesreens drei 'Aha'-Momente auf dem utopival 2015
1. Ein AHA Moment für mich war, als ich ankam und umherlief und jede*r mich mit Freuden begrüßte und ich das Gefühl der bedingungslosen Liebe und Freundlichkeit spüren durfte, was ich niemals mehr vermissen möchte.
2. Zweiter AHA Moment war für mich, als ich mich in der Lichtwerkstatt hinsetzte und das erste Gespräch mit Jonathan führte und ich mich zuerst vorstellte und für ihn kaum mehr Zeit war, er jedoch noch kurz gesagt hat “Wir müssen die Welt verändern!”
3. Dritte AHA Moment war für mich als ich merkte, dass sich in meinem Workshop, den ich gab, bei den Teilnehmern tatsächlich etwas im Gedächtnis und im Herzen tut.

Nesreen, was machst du, wenn du nicht gerade das utopival mit deinem Talent bereicherst?
Ich studiere Islamwissenschaft an der FU Berlin. Arbeite beim Jugendförderprogramm Think Big, wo ich Jugendlichen deutschlandweit, vielleicht auch dir, eine Förderung von 400€ gebe, um ein cooles, soziales Projekt umzusetzen und coache diese Jugendlichen. Außerdem arbeite ich im Anne Frank Zentrum als Freie Mitarbeiterin, also Begleiterin von Schul- und Erwachsenengruppen. Außerdem bin ich bei der Ausstellung 7xjung bei “Gesicht zeigen- Für ein weltoffenes Deutschland” auch als Teamerin für Workshops in verschiedenen Themen tätig. Neuerding bin ich nun auch im Team der Pädagogischen Mitarbeiter des KZ Sachsenhausen in Oranienburg in Brandenburg. Sonst verbringe ich gerne Zeit mit meiner Familie, in Vereinen, engagiere mich in vielen Jugendorganisationen und bin gerne politisch aktiv und erhebe meine Stimme, um die Welt offener und schöner zu machen.

Wenn deine Utopie für eine Gesellschaft von morgen schon heute lebendig wäre, dann…
…gäbe es überall auf der Welt Frieden und jeder Mensch würde ganz gleich seiner phenotypischen Merkmale behandelt und akzeptiert. Jeder würde sich bedingungslos mögen und schätzen und der Umwelt um sich herum ein Lächeln ins Gesicht bringen.

Welche ganz praktischen 5 Schritte dahin gibt es, die jede*r im Alltag umsetzen kann?
1. Stets lächelnd um die Welt ziehen.
2. Wenn du jemanden gerne etwas fragen möchtest, weil du etwas denkst zu verstehen, aber dir nicht sicher bist, dann einfach fragen (pssst- normalerweile beißen die Menschen nicht).
3. Dankbarkeit und Wertschätzung mit Worten oder Taten zeigen.
4. Anderen Menschen helfen, egal in welch einer Notlage sie sind.
5. Jede Sekunde, die du hast nutzen, so gut es geht, indem du die Welt verbesserst.

Was Du außerdem mit uns teilen möchtest
Für mich war und ist es ein Segen, dass mein lieber Herr Allah mich zu diesem traumhaften Ort des utopivals geführt hat. Es war meine Bestimmung da zu sein. Ich war genau richtig. Ich habe mich immer angenommen gefühlt, angenommen ohne Bedingungen und ohne Gegenleistung. Es wird gegeben, ohne zu fragen, einfach so. Jeder wird freundlich begrüßt und wenn nicht mit Worten, dann mit einem traumhaft schönen Lächeln. Lächeln - die beste Sprache, um Menschen zu zeigen, wie wunderbar sie sind.

Authentic-Relating und Circling - Beziehungs-Meditation für ein authentisches Miteinander | Andrea Bandelow

Workshopbeschreibung
Authentic-Relating-Games und Circling sind eine Praktik, die uns erleben lässt, was im zwischenmenschlichen Kontakt möglich ist, wenn wir uns authentisch und mit wohlwollender Präsenz begegnen. Die anfänglichen sogenannten "Authentic-Relating-Games" sind diesbezügliche Kontakt- und Kommunikationsspiele, welche in den letztendlichen Circles als Basis dafür dienen, die Aufmerksamkeit einer Gruppe 40 min lang empathisch auf eine Person zu konzentrieren.
Dieser Workshop dreht sich um Verbindung, Verständnis und eine tiefe Authentizität zwischen den Menschen. Es geht darum mehr Bewusstsein in unsere Verbindungen mit anderen zu bringen und kann deswegen als eine Art von Beziehungs-Meditation betrachtet werden. Wegen seiner Einfachheit und und praktischen Anwendbarkeit können alle am Circling teilnehmen, die neugierig darauf sind.

Ein Workshop für Menschen, die tiefer mit sich und anderen in Kontakt kommen wollen, die lernen möchten, wie sie sich und ihre Realität klar ausdrücken können, die wirklich gesehen werden wollen als die, die sie sind, und neue Seiten und Facetten an sich entdecken wollen, die anderen Menschen authentisch begegnen und eine gegenwärtige Beziehungsebene entdecken und erleben wollen.

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Um eine Welt zu erschaffen, die auf Verbindung, Kontakt und Leben aufbaut, müssen wir dieses auch für uns und in uns immer tiefer und echter erleben. Wir leben heute oft getrennt voneinander und auch von uns selbst und fühlen uns, unsere echten Wünsche, Sehnsüchte. Hoffnungen und Ängste, nicht gesehen und es fällt uns schwer, andere und ihr Sein zu akzeptieren. So lange dies unsere innere Realität ist, können wir im Außen nur diese leben und manifestieren. Alles was wir im Außen ändern können, ist immer Ausdruck unserer Weltwahrnehmung und Innenwelt, also müssen wir innen die Veränderungsarbeit machen, um diese dann in der Außenwelt leben zu können.

Andrea Circling1Andrea Bandelow 
Studierte Pianistin mit Schwerpunkt authentische Musikvermittlung, Gründerin von "Global Future" und Trägerin von Circling Deutschland in Hamburg, möchte die Welt durch Workshops, digitales Vernetzen und direktem persönlich Kontakt zu einem besseren Ort machen und dabei vor allem mehr Authentizität und Transparenz in Politik und Alltag bringen.

Links und Tipps zu Circling
- Von meinem Kollegen und Mentor Lucas Forstmeyer: http://circling-deutschland.de/was-ist-circling/
- Video '3 Ebenen des authentischen Gesprächs': https://www.youtube.com/watch?v=g_6YNiuXc2w
- Video des Circling Europe Teams 'What it's like to experience Circling': https://www.youtube.com/watch?v=KmIhCf06Osg


Wunderschöne Beschreibung meiner Kolleginnen aus Belgien:
"When Julie & I lead a workshop together, or go to a restaurant, or just hang out… sometimes, we realize, people probably think we’re a couple. We spend hours looking into each others eyes. We laugh and cry. We hold hands & cuddle. We call each other “honey”. We fight like a married couple (it feels like we àre married, in a way). And we’re not a couple - not in the classical, romantic way. And we are madly in love with each other. I’ve never experienced a relationship like this. It is bringing me so f*cking much.
It feels like the connection and love between us, keep on strengthening and deepening.
I think it is because of the Circling practice. Because we keep sharing whatever is happening in us. We keep expressing our judgements. It seems like everything that is blocking the connection - and the love flowing - is being released and worked through, every single time. It’s hard work. It’s playful. It’s beautiful!!!
We can simply say how much we love each other. We say that we feel irritated (regularly). Sometimes, I say I feel like hitting her in the face. Or we feel cat-like, having a sense of wanting to claw to each other, fight, feel our power in connection.
I feel pretty free around her, to express the darker parts of me. Which is challenging, and fun. And mostly: creates strong aliveness, in both of us. And this is why we want to share Circling with others.

Circling is a practice of intimacy. And one of the things, that has become so very clear to me, in communities like PLAY & Venwoude, but also in the Circling Community - which is a strong, worldwide tribe, is that the possibilities in relationships are simply endless.
There is so, so much more than the clear boxes of friendship / romance / family. She’s my best friend. It’s not romantic. And yes, I’m in love with her too. I have friends that feel like family. Like sisters. There are people I work with, that feel like close friends too. There are people that join my workshops, where I feel a deep connection with. Like with friends. But hey, they are paying for my work?!
And to keep all of this fun, and an interesting adventure: all of it keeps changing too, the whole time. It’s a never-ending dance."

Lebendiges Fühlen - Vom Unterdrücken zum freien Ausdruck unserer Gefühlswelt. Possibility Management | Gunnar Bäsmann

Workshopbeschreibung
GunnarIn der modernen Kultur werden normalerweise Gefühle wie Wut, Angst und Traurigkeit negativ bewertet.
Somit wachsen wir in einer Umgebung auf, die uns einlädt, unsere Gefühle besser nicht zu fühlen und uns taub zu machen. Der Zugang zu der Weisheit und Information lebendiger und authentischer Gefühle wird meist unter dieser Taubheit vergraben.
In diesem Workshop wollen wir mit Hilfe von Techniken und Übungen aus dem Possibility Management in den Raum bewussten Fühlens eintauchen.

Bezug dieses Workshops zu Utopie
Um eine lebendige Utopie zu kreieren, benötigen wir Klarheit und Präsenz in unserem ganzen SEIN.
Possibility Management bietet vielfältige Möglichkeiten, Werzeuge und Trainings, sich in eine bestimmungsgemäße Rolle als Mitschöpfer*in einer neuen Kultur hineinzuentwickeln.
www.nextculture.org

Gunnar Bäsmann
Seit vielen Jahren auf der Reise, unterschiedlichste Puzzleteile seine Wesens einzusammeln: als Vater, Architekt, Geomant, Handwerker, Forscher, Reisender, Entdecker, zunehmend als Possibillity Manager und reines Sein.
Nach einem Jahr Familienprojekt Jakobsweg lebt er mit seiner Familie zur Zeit in der Eifel in Ostbelgien.

Gemeinschaft bauen | Florian Komescher

Workshopbeschreibung 
Gemeinsam ein Ziel zu verfolgen und erreichen ist meist einfacher als alleine. Wir besitzen die Freiheit ein Leben in Gemeinschaft zu führen, wenn wir es wollen.

Doch wie lässt sich eine Gemeinschaft organisieren? Nach welchen Maßstäben soll gehandelt werden? Wie entsteht eine echte Gemeinschaft? Wie lässt sich so ein Projekt finanzieren? Wie sollen Aufgaben und Probleme bewältigt werden? Wer wird Teil der Gemeinschaft? Das sind einige der Fragen denen wir zusammen nachgehen wollen.

Wo ein Wille, da ein Weg. So einfach diese kurze Antwort klingt, so einfach ist sie auch. Diesen Weg und seine Voraussetzungen wollen wir, in vergleichsweise kurzer Zeit, umreisen und spielerisch kennen lernen.

Florian KomescherEin Bezug dieses Workshops zu Utopie
Versorgungssouveräne, soziale und selbstorganisierte Gemeinschaften klingen für manch Eine*n utopisch in dieser Zeit der maximalen Individualisierung und sozialen Atomisierung - doch gerade dieser Weg in lokale Eigenständigkeit durch neue verantwortungsbewusste Menschen ist ein wichtiger Weg in eine freie Zukunft. Gemeinschaften sind Lebensformen, welche uns helfen können unsere vorhandenen Potenziale zu potenzieren. Über ihre Eigenarten hinaus, eröffnen sie Chancen unsere Zukunft ganzheitlicher zu gestalten.

Florian Komescher
Florian hat Architektur und Prozessarchitektur an der Alanus Hochschule bei Bonn studiert. Er befasst sich fortlaufend mit neuen Systemen und ihrer Implementierung. Einige aktuelle Studien- und Arbeitsfelder sind: Aufbau versorgungssouveräner Strukturen, die Förderung und Umsetzung von Gemeinschaftsprojekten, Bereitstellung einer Grundversorgung durch das Bedingungslose Grundwissen (www.actoria.org). Er knüpft dabei Verbindungen und organisiert Kooperationen mit verschiedensten kleinen und größeren Initiativen und Partner*innen über die Erde verteilt. Stets mit dem Ziel, nützliche und wichtige Bausteine für eine zukünftige selbstbestimmte Lebensweise zu erschaffen.

Kommunikation, die Ursache von Leid und Konflikten? (Fällt leider aus!) | Dennis Markus Dominik Müller

Dieser Workshop fällt leider spontan aus!

Workshopbeschreibung
In diesem Workshop werden wir uns intensiv damit beschäftigen was das ganze Leid, das wir täglich in so vielen Facetten wahrnehmen können, mit der Art und Weise zu tun hat, wie wir kommunizieren.
Wir werden ergründen wie Konflikte entstehen und wie wir sie durch eine einfühlsame Verbindung lösen können, egal ob zwischen Nationen, Parteien, religiösen Vereinigungen, Organisationen, auf der Arbeit, in der Universität, in der Schule, mit Bekannten, mit Freunden, in der Familie oder mit sich selbst. Dennis
Wir werden in eine Welt jenseits von „richtig“ und „falsch“ eintauchen. Uns die Fesseln, die Moral und Ethik mitbringen, anschauen und einen alternativen Weg erkunden.

Dieser Workshop baut unter anderem auf dem „Kommunikationsmodel“ von Marshall B. Rosenberg auf (GFK - Gewaltfreie Kommunikation), dessen Grundlagen du in diesem Kurs kennen lernst.
Du möchtest anderen authentisch begegnen, dich auf keine Kompromiss mehr einlassen und trotzdem die Bedürfnisse und Gefühle der anderen Beteiligten verstehen und deren Leben bereichern? Dann ist dieser Workshop vielleicht genau „das Richtige“ für dich! ;)

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie 
Stellt euch eine Welt vor, in der alle Menschen authentisch kommunizieren!

Literaturempfehlung
'Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens' von Marshall B. Rosenberg

Dennis Markus Dominik Müller
Kontakt: facebook.com/dennismarkusdominik.muller

Wirtschaft
Für ein Leben im 4/4-Takt - Die 4-in-Einem-Perspektive | Melanie Stitz

WorkshopbeschreibungMelanie
Politische Einmischung, die Sorgearbeiten für sich und andere, die Produktion der notwendigen Güter und Mittel zum Leben, ebenso wie Lernen und sich künstlerisch Entwickeln - diese für ein menschliches Leben zusammengehörenden Bereiche treten zumeist nicht nur getrennt, sondern sogar gegeneinander gerichtet auf, als seien sie sozusagen miteinander verfeindet oder jeweils Sache von "Expert_innen": Sorgearbeit - unentlohnt, schlecht bezahlt oder prekär - scheint Aufgabe von Frauen zu sein; die Politik erledigen Stellvertreter; in der Lohnarbeit schuften die einen bis zur Erschöpfung, andere bleiben ausgeschlossen und würden gern teilhaben; Herkunft und Einkommen entscheiden über die Spielräume für kulturelle Entfaltung und Bildung...
Um diese Bereiche wieder zusammenzufügen, braucht es ein anderes Zeitregime, ein anderes Demokratieverständnis, eine andere Vorstellung von menschlicher Entwicklung, andere Gerechtigkeit, die die Frage der Arbeitsteilung einbezieht - für eine Lebensweise, die wahrhaft lebendig wäre, sinnvoll, eingreifend und lustvoll zu genießen - eine konkrete Utopie, die alle einbezieht und in der die Entwicklung jedes und jeder einzelnen zur Voraussetzung für die Entwicklung aller werden kann. 

In diesem Workshop stellt Melanie Stitz die "4-in-1-Perspektive" vor (siehe dazu die Arbeiten von Frigga Haug). Im Mittelpunkt stehen unsere Wünsche nach selbstbestimmter, allseitiger Einmischung und Entwicklung und die Wiederaneignung unserer Zeit. Gemeinsam fragen wir nach Verknüpfungen mit aktuellen Kämpfen und Debatten, nach Umsetzungs- und Eingriffsmöglichkeiten.

Melanie Stitz
Melanie leitet das Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in NRW, engagiert sich seit vielen Jahren bei dem feministischen Zeitschriftenprojekt Wir Frauen (www.wirfrauen.de), ist Mitherausgeberin des gleichnamigen Kalenders und arbeitet mit in der Dialektikgruppe um Frigga Haug.

Zeitwohlstand und Zeitpolitik | Kathy Bohnenberger

kathy zeitwohlstandWorkshopbeschreibung
In dem Workshop wollen wir die Rolle von Zeitwohlstand für eine sozial-ökologische Transformation in Kleingruppen beleuchten und dabei fragen: Wie ist Zeitwohlstand eigentlich in unserer Gesellschaft verteilt und wie können wir ihn gerechter verteilen? Welche Auswirkungen haben neue Arbeitsformen auf unser Zeitempfinden? Fördert Zeitwohlstand einen ökologischen Lebensstil? Wie kann die Orientierung an Zeit- statt materiellem Wohlstand in der Gesellschaftspolitik verankert werden? Wie leben wir ein Leben als Zeitpioniere?

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Zeitwohlstand setzt der vorherrschenden Fokussierung auf materiellen Wohlstand bewusst eine alternative Utopie entgegen.

Kathy Bohnenberger
Kathy kommt aus Bremen und schließt gerade ihren Master in Sozialpolitik ab. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Zusammenhang zwischen Sozial- und Umweltpolitik.

Spielerisch das bedingungslose Grundeinkommen erleben | Alina Herr

Workshopbeschreibung 
Ich möchte mit euch über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ins Gespräch kommen und habe dafür ein Brettspiel entwickelt.
Bei „Das Gesellschafts-Spiel“ geht es darum, gemeinsam Spaß zu haben und gleichzeitig etwas über zeitgemäße Gemeinschafts- und Sozialkonzepte zu lernen. Die Grundprinzipien des BGE ermöglichen dabei kooperatives Handeln und der Erkenntnisgewinn der Gruppe steht im Vordergrund. Anstatt nur die Konkurrenz auszustechen, gilt es hier, auch partnerschaftlich zu agieren, um so gemeinsam die Gesellschaft ein Stück besser und fairer zu gestalten.
Im Anschluss an das Spiel werden wir über das BGE diskutieren und herausfinden, welche Rolle die Kreativität und die Freiheit dabei spielen.

Ein Bezug dieses Workshops zu UtopieAlina BGE
Viele glauben, das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Utopie, die niemals Realität werden kann. Ich denke, wir müssen über Utopien sprechen, damit sie morgen Wirklichkeit werden können. Denn die Wirklichkeiten von heute waren die Utopien von gestern.

Links & Empfehlungen
- www.facebook.com/dasgesellschaftsspiel 
- 'Was fehlt, wenn alles da ist' von Daniel Häni & Philip Kovce, 2015, Verlag Orell Füssli.
- '1000 Euro für jeden: Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen' von Götz W. Werner und Adrienne Goehler, 2010, Verlag Econ.

Alina Herr 
Ich bin ein fröhlicher, positiver, neugieriger, ehrlicher und lernbegieriger Mensch. Ich bin Pädagogin und liebe es, Menschen zu befähigen, ihre Kompetenzen zu stärken und erfolgreich zu nutzen.

Leave the oil in the soil! Die Yasuní-Initiative Ecuadors und die Earth Rights Declaration | Christian Cray

Workshopbeschreibung
Leave the oil in the soil! Die Yasuní-Initiative Ecuadors und die Earth Rights Declaration ('Universelle Erklärung der Rechte der Natur'), verabschiedet von den Indigenen Völkern der Erde.
80% der fossilen Rohstoffe müssen im Boden bleiben, wollen wir die Erderwärmung auf 1,5 bis 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter begrenzen. Global sind wir momentan noch fern davon, über die politischen und juristischen Institutionen zu verfügen, um unser wirtschaftliches Handeln und unsere Produktions- und Konsummuster verbindlich darauf abzustimmen. Wir steuern eher auf 3,5 bis 4,5° Erderwärmung zu, was desaströse Folgen für Hunderte von Millionen Menschen haben würde.
Ecuador machte vor einigen Jahren der Weltgemeinschaft das Angebot, das Erdöl unter einem der weltweit artenreichsten Regenwälder im Amazonas für immer im Boden zu belassen. Fast gleichzeitig beschlossen 30.000 Repräsentant*innen indigener Völker und Gemeinschaften auf der 'Weltkonferenz der Völker' in Bolivien die Earth Rights Declaration, die der Natur eine eigene Rechtssubjektivität zuspricht.
Was ist der Stand der Dinge in der internationalen Bewegung der 'Yasunidos – keep the oil in the soil'?
Hat die Natur (Tiere, Pflanzen, Ökosysteme) ein Recht auf eigene Rechte? Und was bedeutet das für unsere technikzentrierte Kultur?

Christian CrayOLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ich arbeite beim Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) und koordiniere Projekte zum Thema Rohstoffgerechtigkeit und 'Postwachstumsgesellschaft'. In unserem Projekt Utopista (http://www.ven-nds.de/projekte/utopista) engagieren sich junge Leute in Niedersachsen in Initiativen und Ideen für eine Gesellschaft jenseits eines erdöl-getriebenen Wirtschaftens, Produzierens und Konsumierens. Meine Arbeits- und Lebenszeit in Südamerika hat mir gezeigt, dass es Quatsch ist, wenn hierzulande immer wieder behauptet wird, die Menschen im globalen Süden würden „ja auch alle ein schickes Auto und Flachbildschirm-TV“ haben wollen. Gerade aus den Andenländern kommen gegenwärtig Vorschläge für ein 'Gutes Leben' (siehe 'Buen Vivir'), die Kooperation statt Konkurrenz und ein Leben innerhalb der planetarischen Grenzen zur Grundlage haben.
Darin sehe ich eine Chance, dass unsere Utopien, wenn wir einen Schritt auf sie zugehen, sich nicht ständig wieder zwei Schritte von uns entfernen.

Momentanes Lieblingszitat
"We are winning many battles,
but we are loosing the planet.
It is important to ask, why."
- Gustave Speth

Ein Unternehmen im Konsens | Elena Köttgen

Workshopbeschreibung 
ElenaEin Unternehmen, das keine Werbung macht, keine Gewinne erwirtschaften will und dabei mehreren 10.000 Endkunden und über 1600 gewerblichen Partnern ein Mitspracherecht auf Augenhöhe anbietet? Das kann doch nicht funktionieren! Oder doch? Ich will erzählen was wir tun, warum, und was das ganze bringt.
Eine Einführung in das revolutionär utopistische Firmenkonzept von 'Premium'!

Ein Bezug dieses Workshops zu Utopie
Es reicht nicht aus sich eine bessere Welt auszudenken - wir müssen auch ausprobieren, ob es geht. Ein wesentlicher Schlüssel zu unserer Arbeitsweise ist die sogenannte Konsensdemokratie, d.h. die bewusste nicht-hierarchische und gemeinsame Entscheidungsfindung mit allen direkt Betroffenen in einem Kollektiv. Hierzu werdet ihr in Gruppen vor ein paar handfeste Herausforderungen gestellt.

Elena Köttgen 
Elena arbeitet seit zwei Jahren bei Premium (www.premium-cola.de) mit, ist schon seit langer Zeit sehr an ehrlicher Nachhaltigkeit interessiert und glaubt an das zukunftsweisende Potenzial der Sharing-Kultur. Elena ist langjähriges Mitglied des bundesweiten Orgateams von foodsharing (www.foodsharing.de), welches das Entstehen der 'grassroots'-Bewegung möglich gemacht hat. Drüber hinaus hat sie auch Projekte selber gegründet, wie z.B. ein Online-Start-up (www.thejamble.com)und ein Ballon-Kunstkollektiv (www.balloomination.de). Sie liebt kreative und konzeptuelle Aufgaben und arbeitet daher gerne in Projekten mit offenen, flexiblen Strukturen.
Elena ist im Zentrum Hamburgs geboren, sie hat es aber immer schon in die Ferne gezogen. So wohnte sie einige Jahre in Chile und Australien, und ihren Rucksack voller Reiseerfahrungen füllt sie ständig weiter.

Künstler*innen

ei-po-tu Akrobaten | Akrobatik

ei-po-tu Akrobaten

wir "jonglieren" unsere Körper wie ihr mit euren Utopien. Wie funktioniert das?

kopf über | hoch oben | im gleich gewicht | blind | verspielt | dynamisch | vertrauensvoll | hand-zu-hand | fliegend | kraft voll | rückwärts | angst frei | balancierend | mit einander...

Wir zeigen euch was daraus entsteht - eine "utopisch" akrobatische Komposition aus einzelnen Sequenzen.

Louis, the Monkey King | Theater

Louis, the Monkey King & Gedicht für eine Akademie

"Vor ein paar Jahren fing man mich auf dem schwarzen Kontinent.
Schoss mich an und gab mir Platz im Schifffahrtskontingent.
Als ich dort im Käfig zwischen all der Fracht saß
kam ein Matrose zu mir und brachte mir ein Schnapsglas."

Das berichtet der Affe Rotpeter in seinem Gedicht für eine Akademie, einer Erzählung darüber, wie er in Gefangenschaft zum Menschen geworden ist.

Dieser Programmpunkt zwischen Körper- und HiphopTheater umfasst zwei kleine Szenen über Affen - der eine möchte ein Mensch werden; der andere scheitert daran, ein Mensch geworden zu sein. Das Spiel ist sehr lebendig und dynamisch und lädt Euch zum Zugucken ein!

Affe Affe2

einKlang | Musik

einKlang - Artur und JaneinKlang
Mit beschwingter Resonanz haben sich einKlang seit ihrer Gründung 2014 mit großen Schritten vorwärts bewegt - denn offenbar ist handgemachte Musik mit einer tiefgründigen Message genau das, worauf so viele Menschen vorfreudig gewartet haben. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass einKlang unbeirrbar ihren Weg gehen und sich voll & ganz der Musik widmen.
Das Mitwirken in verschiedensten Projekten von Balkan-Ska über Jazz und Singer-Songwriter zu Reggae hat zu unerschöpflicher, stilistischer Vielseitigkeit geführt, welche einKlang gekonnt zu einem neuen eigenen Sound verwebt, den sie 'Bunte Musik' nennen.
Dass es sich hier um eine Herzensangelegenheit handelt, wird vor allem auf der Bühne schnell deutlich: einKlang eröffnen einen Raum, der sowohl hochkonzentriert als auch durchdrungen von Spielfreude die Liebe zur Musik zelebriert.

Spielen am Donnerstagmorgen (4.8.).

einklang-band.de
facebook.com/einKlang-379953985544769/

Kuoko | Musik

Kuoko2 Kuoko 
Kuokos Musik malt melancholische Electronica-Pop-Welten. Die eindrückliche Stimme der Hamburgerin und Beats, die mal mehr im Hip Hop, mal mehr im Elektro verwurzelt sind, führen in verträumte Soundlandschaften, deren Synthesizer-Melodien an die Videospiele ferner Kindheitstage erinnern. Kuoko produziert nicht nur ihre Songs, sondern auch Artwork im Comic-Stil und Musikvideos selbst.

Spielt am Freitagabend (5.8.).

facebook.com/kuoko-898241060235035
soundcloud.com/kuoko

Beelzebub Airlines | Musik

Beelzebub Airlines BeelzebubAirlines
kochen auf der Bühne in zivilisierter Rocklautstärke ein äußerst bunt gemischtes Hexengebräu aus jazzigen, rockigen, lateinamerikanischen, psychedelischen und experimentellen Zutaten. Garantiert nicht langweilig. Ohne Anpassung an irgendeinen Mainstream. Musik wie der erste Kaffee am Morgen.

beelzebubairlines.de

(Mit Niko Paech.)

Spielen am Freitagabend (5.8.).

Inspirierendes Rahmenprogramm

Morgenimpuls

Wir werden jeden Morgen des Kongresses mit einem kurzen vorgelesenen oder freigesprochenen Zitat oder einer Gedankenanregung zu den Tagesaktivitäten übergehen. Der Morgenimpuls dauert nur wenige Minuten und wird vom Team nach Neigung und Bezug des Themas ausgewählt.

Morgenimpuls

Open Space

Open Space nennen wir die Zwischenräume zwischen den sonstigen geplanten Aktivitäten, in welchen für alle Interessierten Zeit und Gelegenheit ist, zusätzliche Workshops oder Vorträge anzubieten, zu konkreten Austauschrunden einzuladen oder sonstige gemeinsame Aktivitäten anzubieten. Dazu wird es vor Ort Möglichkeit geben, die eigenen Angebote für alle einsehbar auszuschreiben. Du kannst den Open Space also gestalten, wie du möchtest!

Open Space

Wishbowl

Die Wishbowl hat inzwischen schon utopival-Tradition und war jedes Mal eine spannende und bereichernde Veranstaltung. Die Bezeichnung ist abgeleitet vom 'Fishbowl', wie diese Gruppengesprächsmethode auch genannt wird, nur dass uns 'Wishbowl' besser gefiel - utopischer, optimistischer, weniger limitiert als ein Goldfischglas, und vegan. ;-)
Am Wishbowl-Abend hält die gesamte Kongressbelegschaft eine Diskussion zu einer zentralen Frage ab. Es sprechen stets maximal vier Personen miteinander und wenn ein Redeplatz frei ist, kann die nächste Perso ins Gespräch einsteigen. Das Vorgehen wird euch vor Ort noch mal erklärt - freut euch erst mal auf einen spannenden Diskussionsabend! Um welche Frage sich die Diskussion drehen wird, wird am Wishbowl-Abend eröffnet.


Wishbowl

Schweigemorgen
Am Donnerstag (4.8.) möchten wir nach drei intensiven und input-reichen Tagen den Morgen mit Stille beginnen. Wir wollen mit 130 Menschen ein Frühstück ohne gesprochene Worte erleben, die Natur hören und dem Stimmgewirr der utopischen Gemeinschaft eine kleine Auszeitgeben. Das Schweigen endet nach dem Frühstück mit den ersten Klängen des morgendlichen Konzertes, mit dem unser Programm dann beginnt! Wir freuen uns sehr auf diese besondere Programmerweiterung und sind gespannt, wie sich das anfühlen wird.
Ideen-Werkstatt

In der Ideen-Werkstatt gestalten wir einen großen Gruppenprozess, in welchem Projektideen vorgestellt und weiter ausgearbeitet werden, die die Teilnehmenden entweder mitbringen oder spontan entstehen lassen. Hier wird ein Raum geschaffen um erste konkretere Schritte zu machen, die über den Rahmen des einwöchigen Kongresses hinausgehen und vielleicht in eine nachhaltigere, utopischere Welt führen. Schon viele tolle Projekte und Pläne wurden bei den letzten Malen hier erträumt, geschmiedet und ausgefeilt. Es wird, was wir daraus machen!

Ideen-Werkstatt2Ideen-Werkstatt1

 

 

 

 

 

Open Stage

Am vorletzten Abend des Kongresses öffnen wir die Bühne für alle, die Lust haben etwas vorzutragen! Musik, Texte, Gedichte, Tricks, eine Übung fürs Publikum, ein kurzes Spiel - welche Kunst auch immer deine Seele hervorbringt, auf der Open Stage des utopivals kannst du dich so zeigen, wie du es möchtest, und dir dabei sicher sein, dass du angenommen, respektiert und gefeiert wirst für dein Talent!
Ideen dafür kannst du gern auch schon vorher vorbereiten und mitbringen.

Open Stage

Kochen

Kochen unter 'inspirierendes Rahmenprogramm'? Ja!! Nicht umsonst heißt das utopival Mitmachkongress, und ein großer Aspekte der Kongresstage wird auch die geldfreie, vegane, gesunde und superleckere Ernährung von 130 Anwesenden sein. Unsere drei Mahlzeiten am Tag werden von allen gemeinsam zubereitet und alle Teilnehmenden sind ausdrücklich dazu eingeladen, mitzukochen und das Küchenteam zu unterstützen! Das bedeutet für jede*n über den Kongress verteilt gelegentliche gemütliche Sessions mit Schnippeln, Rühren, Naschen und Verfeinern in Kleingruppen. Die Kochsessions haben sich als einer der schönsten utopivalistischen Quatsch- und Tratschpunkte entpuppt und wurden von vielen ausgiebig genossen - denn bekanntlich lässt sich nirgendwo so inspirierend zusammen über Weltveränderung träumen, wie über einem Schneidebrettchen voller gewürfelter Karotten!

Kochen1 Kochen3

Verschenke-Ecke
Auf dem Gelände gibt es eine Verschenke-Ecke, wo den ganzen Kongress über Dinge und Kleidung zum Verschenken ausgelegt werden und entsprechend auch genommen werden können ohne weitere Bedingungen. Wir freuen uns auf eine rege Nutzung dieses kleinen utopischen Umsonstladens, ganz nach den drei R's: Reduce, reuse, recycle (reduzieren, wiederverwenden, neuverwerten). =)